7.3 Einsatz als Hilfsmittel der Gemeinde Messen
Die Kombination von Vektor- und Rasterdaten
ermöglicht es der Gemeindeverwaltung Messen, Inhalte der Ortsplanung, des Ortsbildschutzes
sowie des Naturschutzes zu veranschaulichen und zu analysieren. Durch die Integration von
Zusatzinformationen wurden Inventare in Form von Objektblättern mit Text und Bild in
einen räumlichen Zusammenhang gebracht. Die vorhandenen Bild- und Vektordaten können
jederzeit aktualisiert und ergänzt werden, wodurch sich das Informationssystem den
veränderten Anforderungen der Gemeinde anpassen lässt. Durch die Beauftragung
der Firma MFB Geo-Consulting, Messen, wird gewährleistet,
dass das Informationssystem auch in Zukunft betreut und aktualisiert wird.
Weil das Informationssystem nicht auf den gegenwärtigen Zustand
beschränkt ist, sondern den Blick auch in die Vergangenheit richtet, kann die Dynamik des Untersuchungsgebietes verdeutlicht
werden. Visualisiert wurde dieser Wandel von Landschaft, Siedlungs- und Verkehrsstruktur neben der rein planerischen Darstellung
durch perspektivische Ansichten und Videosequenzen. Das Informationssystem Messen/Limpachtal dient auf Grund seiner Vielseitigkeit
nicht nur den Behörden als Planungsinstrument, sondern es richtet sich auch an eine interessierte Öffentlichkeit
und will diese für ihren Lebensraum sensibilisieren.
Das Informationssystem Messen/Limpachtal bietet der Gemeinde Messen
die folgenden Möglichkeiten:
- Die Gemeinde verfügt mit dem Informationssystem in digitaler Form über alle für die Ortsplanung relevanten
Daten. Das Informationssystem dient zur Durchführung, Veranschaulichung und Dokumentation von Planungsvorhaben.
Damit steht der Gemeinde ein Instrument zur Koordination, Archivierung, Verwaltung, Darstellung und Auswertung von raumbezogenen
Daten des Gemeindegebietes zur Verfügung. Aus dem Informationssystem können thematische Karten ausgegeben
und beispielsweise den Kommissionen als Arbeitsunterlagen zur Verfügung gestellt werden.
- Neben den für die Ortsplanung der Gemeinde Messen relevanten Informationen wurden historische und aktuelle Daten
über einen Grossteil des Limpachtals integriert. Dadurch lässt sich die Dynamik des Limpachtals veranschaulichen,
das durch landschaftliche Eingriffe grundlegend umgestaltet worden ist. Die verwendeten Luft- und Satellitenaufnahmen
dokumentieren die Veränderungen der Landschaft und der Siedlungsgebiete während den vergangenen sechzig Jahren.
- Im Informationssystem können die Daten nach Themen gegliedert eingesetzt werden. Je nach Fragestellung können
die entsprechenden Raster- und Vektordaten miteinander kombiniert und bearbeitet werden. Es besteht auch die Möglichkeit,
aus den vorhandenen Daten neue Informationen abzuleiten.
- Die Verknüpfung von Datensätzen im Geografischen Informationssystem mit externen Daten ermöglicht den
Einbezug zusätzlicher Informationen. Diese sind in Form von Microsoft Word-Dokumenten, Rasterbildern und Videosequenzen
vorhanden und können auch unabhängig vom Informationssystem verwendet, bearbeitet und ergänzt werden.
- Mit dem Internetauftritt der Gemeinde Messen werden die Inhalte des Informationssystems einer breiten Öffentlichkeit
präsentiert. Die Ziele des Informationssystems, die eingesetzten Daten sowie die Anwendungsmöglichkeiten werden
anhand von Bildschirmansichten vorgestellt (vergleiche www.gemeinde-messen.ch).
Die Struktur des Informationssystems erlaubt die einfache Integration
weiterer Datenebenen, aus denen sich neue ArcView-Projekte ableiten lassen. Nicht nur Rasterbilder und Vektoren, sondern
auch Datenbanken, Adresslisten und dergleichen können integriert oder neu erstellt werden. So können in künftigen
Ausbauphasen beispielsweise Informationen zum Zivilschutz, zum Lärmschutz oder zum Leitungskataster aufgenommen werden.
Die präzisen digitalen Grundbuchdaten dienen als Grundlage für die Integration neuer Daten und gewährleisten
höchste Genauigkeit. Für die örtliche Zivilschutzstelle kann auf Basis des Grundbuchplans ein Schutzraumplan
erstellt werden, bei Vorhandensein flächendeckender Messwerte lässt sich ein Lärmschutzkataster entwickeln,
und die Daten eines Leitungskatasters können in das Informationssystem aufgenommen werden. Auch aus den Bereichen
Natur und Landschaft können bestehende Daten integriert und neue Informationen verarbeitet werden. Denkbar ist eine
Integration geologischer Informationen auf Grundlage einer geologischen Karte oder eine Ergänzung der vorhandenen
Bodenkarten durch Daten, die im Feld erhoben werden.
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