2 Untersuchungsgebiet
2.1 Einführung
Das Untersuchungsgebiet Limpachtal befindet sich im nordwestlichen
Mittelland, im Grenzgebiet der Kantone Bern und Solothurn. Das Limpachtal, ein Seitental der Emme, wird vom Limpachkanal
durchflossen und ist ungefähr 13 km lang mit einem bis zu 2 km breiten Talgrund. Es erstreckt sich von Westen nach
Osten und wird im Norden durch die Hügel des Bucheggbergs, im Süden durch das Rapperswiler Plateau begrenzt.
Die Kulturlandschaft wird vorwiegend durch den Agrarsektor geprägt, der hier gute naturräumliche Voraussetzungen
findet (siehe Abbildung 3).

Abbildung 3: Diese Luftaufnahme des Limpachtals
zeigt im Vordergrund die Gemeinde Messen, dahinter die offene Fläche der Limpachebene. Vor den bewaldeten Hügeln
des Bucheggbergs ist die Gemeinde Balm bei Messen erkennbar. Bei den Erhebungen im Hintergrund handelt es sich um den
Jura.
Das Limpachtal besteht aus insgesamt zehn Gemeinden, die
1990 zwischen 90 und 722 Einwohner zählten (Luterbacher, 1992, p. 34 ff.). Die Gemeinden Balm bei Messen,
Oberramsern, Unterramsern und Aetigen befinden sich nördlich des Limpachkanals und gehören zum Kanton
Solothurn. Von den Gemeinden südlich des Kanals gehören Messen und Brunnenthal ebenfalls zu Solothurn,
während Wengi, Ruppoldsried, Mülchi und Limpach im Kanton Bern liegen (siehe auch Abbildung
4).
Durch die Korrektur des Limpachs und die Melioration zur Zeit des
Zweiten Weltkriegs sowie die anschliessende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung wurde die Landschaft in ihrem
Erscheinungsbild grundlegend verändert. Neben der Betrachtung dieser Veränderungen im Limpachtal lag der Schwerpunkt
der vorliegenden Arbeit auf der Gemeinde Messen. Das Dorf bildet den südlichsten Teil des Solothurnischen Bezirks
Bucheggberg im Grenzgebiet zum Kanton Bern und ist die flächenmässig grösste und bevölkerungsstärkste
Gemeinde des Untersuchungsgebiets.
Messen liegt auf einer Hügelzone auf der Südseite des Limpachtals.
Während das nördliche Gemeindegebiet flach zum Limpachkanal hin abfällt und landwirtschaftlich genutzt
wird, ist der südliche, hügelige Teil der Gemeinde vorwiegend bewaldet. Bis zum Zweiten Weltkrieg präsentierte
sich Messen als kompakt um den Dorfplatz und die Kirche herum angeordnetes Haufendorf. Weitere Höfe existierten auch
im Dorfteil Eichholz entlang der Strasse nach Balm bei Messen. In den vergangenen Jahrzehnten entstanden neue Bauten vorwiegend
zwischen dem Dorfzentrum und Eichholz, und auch Richtung Süden wurde das Siedlungsgebiet merklich vergrössert.
Das Untersuchungsgebiet wird an dieser Stelle nur kurz vorgestellt.
Für weiterführende Informationen sei auf Kapitel 3 der Arbeit von Marti (1999) verwiesen, in dem die naturräumlichen
Voraussetzungen, der Landschaftswandel, die wirtschaftliche und soziodemografische Entwicklung des Untersuchungsgebiets
sowie die Administration der Gemeinde Messen ausführlich beschrieben werden.
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