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1.3 Vorgehensweise

Der Verlauf der Arbeiten von den Grundlagedaten bis hin zum Informationssystem liess sich in fünf Schritte unterteilen, die in Abbildung 2 dargestellt sind. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen chronologischen, sondern einen funktionalen Ablauf, da sich gelegentlich neue Daten zur Aufnahme in das Informationssystem anboten und die Arbeitsschritte für die einzelnen Daten sich teilweise überschnitten. Im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung sei auch auf die schematische Darstellung der Datenverarbeitung in Abbildung 14 verwiesen.

Zusammengefasst entstand das Informationssystem Messen/Limpachtal in diesen fünf Schritten:

  1. Datenbeschaffung
    Im Rahmen der Konzeption wurde erwogen, welche Daten sinnvoll im Informationssystem einzusetzen sind. Dazu galt es vor dem Bezug abzuklären, ob und zu welchen Kosten die Daten verfügbar waren, in welcher Form sie vorlagen und wie sie in das Informationssystem integriert werden konnten. Selbstverständlich mussten die noch nicht existierenden Daten neu erstellt werden; einige Daten wurden aber auch selbst erstellt, weil der Erwerb zu kostspielig gewesen wäre.


  2. Digitalisieren der analogen Daten
    Da nur ein Teil der Grundlagedaten bereits in digitaler Form vorhanden war, galt es die anderen Daten in eine digitale Form zu überführen. Dieser Vorgang gestaltete sich für Bilder relativ einfach, da diese mit Hilfe von Scannern digitalisiert und als Rasterdaten weiter verwendet werden konnten. Daten, die in Form von Vektoren eingesetzt werden sollten, erforderten hingegen wesentlich aufwändigere Arbeitstechniken.


  3. Zwischenverarbeitung der digitalen und digitalisierten Daten
    Vor einer weiteren Verwendung war es erforderlich, sämtliche Daten auf einer gemeinsamen Grundlage zu georeferenzieren und die Darstellung der Rasterdaten mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung zu optimieren. Zur Herstellung der schlussendlich im Informationssystem eingesetzten Daten waren Zwischenschritte notwendig, deren Produkte zur Erzeugung weiterer Daten unerlässlich waren. Die Orthorektifizierung der Luftbilder etwa erforderte ein aus dem Übersichtsplan 1:10000 abgeleitetes digitales Höhenmodell.


  4. Weiterverarbeitung der Daten
    In diesem Arbeitsschritt wurden die endgültig im Informationssystem verwendeten Produkte erstellt. Die Inventare Natur und Ortsbildschutz wurden in digitaler Form erzeugt, die bis zu diesem Schritt in Rasterform vorliegenden Meliorationspläne und die Bodenkarte wurden vektorisiert, aus den Vektorebenen des digitalen Grundbuchplanes wurden die in der Ortsplanung verwendeten Pläne erstellt und aus den Orthofotos entstanden synthetische perspektivische Ansichten und Videosequenzen.


  5. Aufbau des Informationssystems
    Die Vielfalt der verwendeten Daten verlangte nach einer übersichtlich strukturierten Ablage, die durch das Einrichten von funktional konzipierten Verzeichnissen am physikalischen Speicherort der Daten gewährleistet werden konnte. Zur Realisation des Informationssystems Messen/Limpachtal wurden die Daten im Programm ArcView GIS dargestellt und in thematischen Projektdateien abgelegt.

 

Abbildung 2: Schematische Übersicht der Arbeitsschritte von den Grundlagedaten bis zum Informationssystem.

 

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