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6.5.3 Erfassen der Passpunkte zur Georeferenzierung

Für die Georeferenzierung wurden Passpunkte aus dem Übersichtsplan 1:10000 verwendet. Die Passpunkte mussten jeweils im Luftbild wie auch auf der georeferenzierten Grundlage eindeutig identifizierbar sein. Weil der Übersichtsplan jedoch ein aktuelles kartografisches Abbild der realen Welt darstellt, es sich bei den Luftbildern von 1937 und 1951 aber um historische Aufnahmen handelt, ergaben sich teilweise grosse Unsicherheiten. Besonders durch die Melioration und die Limpachkorrektur hatte sich das Bild der Landschaft grundlegend verändert. Im Prozess der Herstellung der Orthofotos wurden Passpunkte für eindeutig identifizierbare Erscheinungen (Strassenkreuzungen, Brücken, Einzelobjekte) erfasst. Es erwies sich als aufwändig, in den Luftbildern eine ausreichende Anzahl an Objekten zu finden, die sich bis in die Gegenwart nicht verändert hatten.

Eine Georeferenzierung der Luftbilder auf Grundlage der Meliorationspläne 1939 und 1946 war wegen der sich kumulierenden Fehler aus zwei Gründen nicht möglich: Einerseits handelte es sich bei den Meliorationsplänen um Daten, die auf den Übersichtsplan 1:10000 georeferenziert worden waren, was unvermeidbar mit geringfügigen Abweichungen verbunden war, andererseits liessen die Genauigkeit und die Lagerichtigkeit der Meliorationspläne - besonders des Planes von 1946 - teilweise zu wünschen übrig. Dennoch konnten die Passpunkte mit Hilfe der Meliorationspläne wesentlich besser bestimmt werden, da es dadurch möglich war nachzuweisen, ob sich die Position eines Objektes im Laufe der Jahrzehnte verändert hatte oder nicht.

 

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