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6.11.2 Digitalisieren der Objektblätter

Die Objektblätter des Naturinventars lagen in Form von Texten und Fotografien vor, die mit einem Flachbettscanner digitalisiert wurden. Mit Hilfe der Schrifterkennung von OCR-TRACE wurden die Texte in ASCII-Zeichen umgewandelt und im Microsoft Word 97-Format gespeichert (siehe Abbildung 26). Dabei wurde für jedes der insgesamt 43 Objektblätter im Naturinventar ein neues Dokument angelegt. Dies ermöglicht den direkten, schnellen Zugriff aus dem Informationssystem auf die einzelnen Objektblätter. Die Bilder des Naturinventars wurden nach dem Scannen in Photo-Paint bearbeitet, wobei Kratzer und Staub in den Aufnahmen digital retuschiert und Belichtungsfehler korrigiert werden konnten. Die Bilder weisen eine Abmessung von ungefähr 765 Zeilen mal 518 Pixel und 16,8 Mio. Farben (24 Bit RGB) auf. Auf eine Verkleinerung der Bilder und eine Reduktion auf 256 Farben (8 Bit) wurde verzichtet, da beides mit merklichen Qualitätseinbussen verbunden gewesen wäre. Die Bilder wurden im Format TIFF LZW-komprimiert gespeichert und in die Word 97-Dokumente integriert. Die Bilder stehen im TIFF-Format nach wie vor für weitere Anwendungen zur Verfügung. Dieses Format wurde gewählt, weil es im Unterschied zu anderen gebräuchlichen Grafikformaten wie JPEG oder GIF die Dateien ohne Qualitätsverlust mit einer Farbtiefe von 24 Bit speichert. Eine Übersicht über die Objektblätter des Naturinventars befindet sich in Anhang E.

Im Informationssystem sind die Objektblätter durch Symbole repräsentiert, die eine Verknüpfung zu den Informationen ermöglichen (siehe Marti, 1999, Kapitel 4.4.2). Die Verknüpfung wird durch das Avenue-Skript linkword.ave ermöglicht:

theVal = SELF
if (not (theVal.IsNull)) then
    if (File.Exists(theVal.AsFileName)) then
        System.Execute("..\winword.exe"++theVal)
    else
    MsgBox.Warning("File "+theVal+" not found.","Hot Link")
    end
end

Der Wert System.Execute ruft dabei das Anwendungsprogramm Microsoft Word 97 aus dem entsprechenden absoluten Pfad auf.

 

Gemeinde Messen

OBJEKTBLATT

Objekt-Nr.

1.1

Objekttyp:

Artenreiche Heumatte

Flurname:

Höllgraben-Bord

Fläche:

28 Aren

Höhe ü.M.:

500-515 m

Dokumentation:

Akten bei P.Th.

Datum:

20.5.93

 

Beschreibung:

Diese von einem Hobby-Schafhalter sehr extensiv bewirtschaftete Wiese ist das artenreichste Grünland, welches in Messen existiert. Der Artenreichtum mit 41 pro Are ist verhältnismässig gross. Die Wiese wird seit vielen Jahren überhaupt nicht gedüngt und extensiv als Heumatte genutzt. Der Heuschnitt erfolgt spät nach Mitte Juni. Meistens ist dann noch ein geringer Emdschnitt Ende August möglich.

Im Frühjahr und im Spätsommer buntblühend und zahlreichen Insekten und Schmetterlingen eine wertvolle Nahrungsquelle bietend.

Insgesamt einer der wertvollsten naturnahen Lebensräume in Messen.

Artenliste:

Feld-Hainsimse
Flaumhafer
Fromental
Aufrechte Trespe
Schottenklee
Zweifelh. Klee
Zaunwicke
Wiesen-Platterbse
Gelbklee

1 %
2 %
13 %
2 %
3 %
1 %
1 %
1 %
2 %

Wiesen-Bocksbart
Wiesensalbei
Wiesen-Pippau
Acker-Witwenblume
Behaarter Löwenzahn
Kuckucks-Lichtnelke
Knolliger Hahnenfuss
Grasblätt. Sternmiere
Margeriten
Fingerkräuter

1 %
r
5 %
1 %
2 %
+
1 %
+
2 %
1 %

Abbildung 26: Das Objektblatt Höllgraben-Bord aus dem digitalen Naturinventar der Gemeinde Messen.

 

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