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6.4 Das Digitale Höhenmodell

6.4.1 Einleitung

Digitale Höhenmodelle sind quantitative Modelle, in denen die Erhebungen eines Geländes in digitaler Form kartografisch wiedergegeben werden. Ähnlich einem Gitternetz ist in regelmässigen Abständen für Punkte mit den Koordinaten x und y die Höhe z gespeichert. Die Genauigkeit eines DHM ist abhängig vom Massstab der Ursprungsdaten und von der Dichte der erfassten Punkte im Gitternetz (PCI Enterprises Inc., 1997).

Orthofotos lassen sich mit den entsprechenden Bildverarbeitungsprogrammen auf zwei Arten herstellen:

  • A: Aus den sich stereoskopisch überlappenden Luftbildern wird ein digitales Höhenmodell interpoliert, das anschliessend zur Orthorektifizierung dieser Bilder verwendet wird. Die topografischen Verzerrungen in den Luftbildern werden mit Hilfe dieses digitalen Höhenmodells ausgeglichen.


  • B: Die Luftbilder werden unter Verwendung eines bestehenden DHM entzerrt, das aus Höhenkurven erstellt wurde.

Mit der Methode A können Luftbilder auch orthorektifiziert werden, wenn kein DHM zur Verfügung steht. Die Methode B hingegen liefert zuverlässigere Resultate als A, da das DHM auf vorhandenen Höhenkurven beruht und nicht aus den Luftbildern interpoliert werden muss. Zudem ist dabei kein Bereich stereoskopischer Überlappung notwendig, es werden demnach nur etwa halb so viele Luftbilder benötigt. Nicht nur aus Gründen der Genauigkeit wurden in dieser Arbeit die Orthofotos mit der Methode B erstellt, sondern auch, weil die Luftbilder des Bundesamtes für Landestopographie vor 1950 nicht stereoskopisch aufgenommen sind.

Das Bundesamt für Landestopographie vertreibt ein digitales Höhenmodell DHM25. Dieses beruht auf den Höheninformationen der Landeskarte 1:25000 und den daraus abgeleiteten Höhenwerten in einer regelmässigen Gitteranordnung mit 25 Meter Maschenweite (Bundesamt für Landestopographie, 1998). Die Kosten für das DHM25 waren jedoch mit etwa Fr. 1700. - zu hoch, weshalb ein digitales Höhenmodell aus dem analogen Übersichtsplan 1:10000 erstellt wurde. Dazu wurden die Höhenlinien des Planes digitalisiert und mit den entsprechenden Höhenattributen versehen. Dieser hohe Arbeitsaufwand lohnte sich auch hinsichtlich der Genauigkeit, denn das erstellte DHM war genauer und feiner aufgelöst als das DHM25.

 

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