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5.9 Ortsbildschutzinventar

Das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) wird seit über zwanzig Jahren im Auftrag des Bundesamtes für Kultur erstellt und gibt einen Überblick über den Bestand an historisch und typologisch wertvollen Ortsbildern in der Schweiz (Eidgenössisches Departement des Innern, 1981). Gemäss diesem Inventar ist das Ortsbild von Messen von nationaler Bedeutung und steht aus diesem Grund unter Schutz.

Im Kanton Solothurn werden die wertvollen Kulturobjekte in die folgenden drei Kategorien eingeteilt (Bau-Departement des Kantons Solothurn, 1997; Marti 1999, Kapitel 3.7):

  • Geschützte Objekte
    Geschützte Objekte sind Bauten, die durch Beschluss des Regierungsrates geschützt sind und in das Amtliche Inventar der unter Schutz stehenden Altertümer des Kantons Solothurn aufgenommen wurden. Veränderungen (beispielsweise von Farben, Materialien und Details) bedürfen einer Genehmigung der Kantonalen Denkmalpflege.


  • Schützenswerte Objekte
    Dies sind wichtige und charakteristische Bauten, die als Einzelobjekte oder als Bestandteil einer Gebäudegruppe bzw. des Ortsbildes von Bedeutung sind. Es besteht keine Unterschutzstellung. Die ursprüngliche Form soll erhalten werden. Zu Baugesuchen nimmt die Kantonale Denkmalpflege Stellung.


  • Erhaltenswerte Objekte
    Hierbei handelt es sich um charakteristische Bauten, denen vor allem als Bestandteil einer Häusergruppe oder einer Gebäudereihe im Ortsbild Bedeutung zukommt. Es besteht keine Unterschutzstellung.

Die Inventarkarte vom 19. Juni 1997 über die Ortsplanungsrevision und den Ortsbildschutz der Gemeinde Messen wurde von der Kantonalen Denkmalpflege Solothurn bezogen. Die auf Grundlage des Grundbuchplans der Gemeinde erstellte Karte enthält die geschützten, schützenswerten und erhaltenswerten Gebäude sowie Freihaltegebiete, Änderungen im Perimeter Ortsbildschutz und Gestaltungsbaulinien. Die Inventarkarte beruht auf dem Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Die Kantonale Denkmalpflege stellte des Weiteren Schwarzweissfotografien von Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus ihrem Archiv zur Verfügung. Daraus entstand die Idee, sämtliche Gebäude, Kulturobjekte und Freihaltegebiete der Gemeinde Messen zu fotografieren, was im Mai und im September 1998 durch Thomas Marti und den Verfasser realisiert wurde.

 

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