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4.2.2 Grundbuchplan und Übersichtsplan

Die offiziellen Planwerke der amtlichen Vermessung in der Schweiz bestehen aus den Grundbuchplänen (Katasterplänen) und den Übersichtsplänen. Der Grundbuchplan dient als Grundlage für die Erstellung und Nachführung des Grundbuches, des amtlichen Verzeichnisses der Eigentumsverhältnisse an Grundstücken. Er enthält die Eigentumsgrenzen, die Gebäude, die Waldgrenzen, die Flurnamen, eventuell Strassennamen, die Parzellen- und Hausnummern sowie die Vermessungs- und Grenzpunkte. In städtischen Gebieten wird meist der Massstab 1:250 oder 1:500 verwendet, in ländlichen Gebieten der Massstab 1:1000 oder 1:2000 und im Gebirge genügt der Massstab 1:5000 oder 1:10000. Die Grundbuchpläne enthalten keine Geländedarstellung.

Die Übersichtspläne 1:5000 und 1:10000 enthalten in der Regel die Bebauung und das Verkehrsnetz, das Gewässernetz, die Geländedarstellung mit Höhenkurven, die Bodenbedeckung, die Vermessungsfixpunkte und die Hoheitsgrenzen, teilweise auch die Parzellengrenzen und Parzellennummern. Die Höhenkurven sind mit einer Äquidistanz von 10 Meter dargestellt und werden durch Hilfslinien mit einer Äquidistanz von 5 Meter ergänzt.

Die Übersichtspläne erfüllen hohe Anforderungen an die Genauigkeit. Bis zu einem Massstab von 1:10000 können Strassen mit über 7 m Breite noch grundrissgetreu dargestellt werden. Ein Übersichtsplan entspricht meist einem Viertel (1:10000) oder einem Sechzehntel (1:5000) eines Landeskartenblattes und übernimmt auch dessen Nummerierung, beispielsweise 1146.2 für das Nordostblatt im Blatt 1146 Lyss der Landeskarte 1:25000 (Mäder, 1992, p. 103 ff.).

 

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