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2.2.2 Wandel der Kulturlandschaft

Die Landschaft des Limpachtals wurde in diesem Jahrhundert grundlegend umgestaltet. Die von den Regierungen der Kantone Bern und Solothurn verordnete und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs vollzogene Güterzusammenlegung trug massgeblich zur Veränderung der Kulturlandschaft bei. Die im Verlauf der Limpachkorrektur eingeleitete Entwässerung von vormals unproduktivem Land im Talgrund stellte der Landwirtschaft neue Anbauflächen zur Verfügung. Zwischen 1939 und 1950 vergrösserte sich das Ackerland von 438 auf 590 ha (Stähli 1953, p. 90). Durch die Güterzusammenlegung konnte das Land effizienter und intensiver genutzt werden.

Die Melioration veränderte nicht nur das Aussehen der Landschaft von Grund auf, sie wirkte sich auch auf Flora und Fauna aus. Durch die Limpachkorrektur wurden die natürlichen Gewässerläufe beseitigt und die vernässten Stellen trockengelegt, durch die Güterzusammenlegung wich die kleinparzellige, abwechslungsreiche Struktur einer ausgeräumten Landschaft. Das Verschwinden von biologischen Nischen entzog vielen Pflanzen- und Tierarten ihre Lebensgrundlage.

In den vergangenen Jahrzehnten führten insbesondere die Intensivierung und Mechanisierung der landwirtschaftlichen Nutzung in Verbindung mit einer veränderten Betriebsstruktur zu einem weiteren Wandel. Besonders augenfällig war der Rückgang des Bestandes an Obstbäumen. Die Waldfläche veränderte sich nur geringfügig, es kam indes zu einer Verschiebung der Artenzusammensetzung des Waldes zu Gunsten der Fichte.

Das besiedelte Gebiet wandelte sich unter dem Einfluss neuer gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Die durch die zunehmende Mobilität der Bevölkerung verursachte Tendenz zur Periurbanisierung führte insbesondere in der Gemeinde Messen zu einer veränderten Siedlungsstruktur. In den vergangenen Jahren wurden durch die steigende Nachfrage nach Wohnraum auf dem Lande zahlreiche neue Häuser erstellt.

 

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